fische hinterlassen keine spuren, künstler­haus bre­men / 10 / výstavy a performance

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Fische hinterlassen keine Spuren

Umělci: Mircea Cantor, Igor Eškinja, Sofia Hultén, Barbora Klímová, Ján Mančuška, Jonathan Monk, Lutz-Rainer Müller

Kurátorka: Stefanie Böttcher

19. února 2010 – 2. Května 2010

Künstlerhaus Bremen
Am Deich 68/69
28199 Bremen
Tel: 0049.(0)421.508 598
Fax: 0049.(0)421.508 305
Mail: [email protected]
Web: http://www.kuenstlerhausbremen.de

Tisková zpráva:

Fische hinterlassen keine Spuren

Spuren verfolgen uns und wir verfolgen sie, permanent. Abdrücke, Materialablagerungen – Relikte, die auf eine frühere Anwesenheit hinweisen. Ganz egal, wo wir uns aufhalten, wir stoßen stets auf Hinterlassenschaften anderer Personen, Kreaturen und Ereignisse. Sie alle erzeugen nachvollziehbare Spuren. Unsere bloße Präsenz an einem Ort ist aufgrund unbeabsichtigt hinterlassener Zeichen später rekonstruierbar. Wir sehen Zeichen, versuchen uns in deren Auslegung oder Verfolgung – kurz werden als Spurenleser aktiv. Doch gleichzeitig wirken wir als Spurenleger, denn jedes Fortbewegen erzeugt automatisch Fährten. Die Unaufmerksamkeit des Spurenlegers wiederum regt die Aufmerksamkeit des& Spurenlesers an.

Die Ausstellung Fische hinterlassen keine Spuren widmet sich der Erscheinung der Spur in der zeitgenössischen Kunst. Sie vereint verschiedene künstlerische Positionen, um diesen manchmal sichtbaren, manchmal ungreifbaren Zeichen nachzugehen. Spurenleger oder -ausleger, Beobachter, Agierender oder Deuter – eines ist allen Arbeiten gemein: Es handelt sich nicht nur um Auseinandersetzungen mit diversen Erscheinungsformen der Spur, sondern die Künstler selbst nutzen die Taktik des Spurenlegens. Sie ködern den Betrachter, verleiten ihn, die gelegte Fährte zu verfolgen und ziehen ihn so ins Geschehen. Sie lassen ihn ganz buchstäblich zum Spurenleser werden.

Fische hinterlassen keine Spuren wird gefördert vom Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen.

Traces follow us and we follow traces, constantly. Impressions, material sediments – relics that point to a former presence. No matter where we are, we are always confronted with the remains of other people, creatures and events. They all produce recognisable traces. Our mere presence in a place can later be reconstructed on the basis of signs unintentionally left behind. In seeing signs and trying to interpret or follow them, we become trace-readers. Yet at the same time we are all traceleavers, for as soon as we move on we automatically leave behind traces. Finally, the inattention of the trace-leaver provokes the heightened attention of the trace-reader.

The exhibition Fische hinterlassen keine Spuren (Fish Leave No Traces) focuses on the phenomenon of the trace in contemporary art. It unites different artistic positions so as to follow these sometimes visible, sometimes intangible signs. Trace leaver or reader, observer, actor or interpreter – these all have one thing in common: an evident engagement with the different visible forms of the trace, and the use of the tactics of the trace-leaver by the artists. They bait the viewers, enticing them to pursue the trace left and thereby drawing them into events, letting them literally become trace readers themselves.

The exhibition Fische hinterlassen keine Spuren is being supported by the Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen.